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INTERVIEW MAGAZINE BERLIN
Lara Venanzi

Interview: Was haben Andy Warhol und Blumen gemein?

Makos: 1981 machten Andy und ich die "Altered Image“-Serie, auf der er aussieht wie eine Frau. Und Andy hat ja auch mal eine Reihe von Blumenbildern veröffentlicht. Auch Marcel Duchamp und Man Ray haben für ihre "Rose Sélavy" mit dem Symbol der Blume gespielt. Zu Beginn unserer gemeinsamen Arbeit lagen auf dem Boden unseres Studios Pauls florale Bilder und meine "Altered Images". Sie fügten sich beinahe zwangsläufig zusammen.

Interview: Sie haben also spontan gearbeitet?

Solberg: Nachdem wir sie kurzerhand kombiniert hatten, ließen wir die Arbeiten erst mal eine Weile liegen, guckten sie uns wieder und wieder an und wenn wir uns dann noch nicht satt gesehen hatten, dann war das ein gutes Zeichen.

Interview: Sind Sie immer direkt zum selben Schluss gekommen?

Makos: Meistens.

Solberg: Wenn man wirklich intensiv zusammen arbeitet, dann darf man Konflikte nicht fürchten. In 90% der Fälle kommen wir aber ohnehin zum selben Schluss.

Interview: Ist es das, was Sie meinen, wenn Sie von ultimativer Zusammenarbeit sprechen?

Solberg: Ja, wir beziehen uns ja auf die "Hilton Sisters", siamesische Zwillinge aus den Dreißigern. Seit wir uns 2004 kennen gelernt haben, arbeiten wir fast nur noch gemeinsam.

Makos: In dieser Ausstellung hier geht es um Zusammenarbeit, aber auch um uns als Einzelkünstler. Drei Künstler stellen bei "Andy Dandy and other works" aus. Die Hilton Brothers, Christopher Makos und Paul Solberg. Eigentlich machen wir hier eine "Group Show".

Interview: Könnte man das, was Sie tun auch eine künstlerische Ehe nennen?

Solberg: Sicher! Ich denke das ist eine gute Beobachtung. Die Leute nehmen uns fast immer zusammen war und manche ziehen daraus ihre eigenen Schlüsse. Eine kreative Vereinigung ist häufig sogar intensiver als eine Ehe.

Makos: Unsere Bilder sind unsere Kinder.
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Sascha Ehlert, INTERVIEW Berlin
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